Trump lobt seine Asientour | fnp.de

Manila.

US-Prsident Donald Trump hat seine Asienreise am Dienstag mit berschwnglichem Eigenlob beendet. „Es waren wirklich groartige zwlf Tage, und ich habe viele groartige Freunde gefunden”, sagte er vor Journalisten in Manila.

„Ich denke, wir haben einen wirklich fantastischen Job gemacht.” Das Thema Menschenrechte und den international kritisierten Feldzug des philippinischen Prsidenten Rodrigo Duterte gegen die Drogenkriminalitt mit Tausenden Toten habe er auch angesprochen, teilte das Weie Haus nach zunchst widersprchlichen Angaben ber den Verlauf des Gesprchs mit.

Auf seiner Asienreise habe es „viele Fortschritte” auf dem Weg zu neuen Handelsabkommen gegeben, bilanzierte Trump seine Reise. Auf Twitter schrieb er, sein Besuch bei den Asean-Staaten „wird zu FAIREN HANDELSABKOMMEN fhren, anders als die Horror-Shows vergangener Regierungen”. Der US-Prsident wurde nach seiner mit knapp zwei Wochen bislang lngsten Auslandstour in der Nacht zum Mittwoch zurck in Washington erwartet.

Trump betonte, die Reise habe auch die Beziehungen zwischen den USA und den Philippinen verbessert. Sein Amtsvorgnger Barack Obama hatte Dutertes brutalen Feldzug gegen das Drogenmilieu verurteilt, Duterte konterte damals mit persnlichen Beleidigungen.

Schon zuvor hatte sich Trump uerst zufrieden mit seiner Reise gezeigt. Mit allen Staats- und Regierungschefs, die er getroffen habe, verbinde ihn ein „groartiges Verhltnis”, sagte er. Der US-Staatschef machte dabei deutlich, dass es ihm in Asien vor allem auf gute Geschfte ankomme.

Unter seiner Fhrung setzen die USA nicht mehr auf gemeinsame Handelsabkommen mit verschiedenen Staaten, sondern auf Einzelvertrge mit den jeweiligen Lndern. Undemokratische Zustnde in vielen Staaten der Region spielten kaum eine Rolle, genauso wenig wie Menschenrechtsfragen.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau kam auf das Thema Menschenrechte am Rande des Gipfels der Gemeinschaft sdostasiatischer Staaten (Asean) in Manila zu sprechen, wie er am Dienstag erklrte. Das Gesprch mit Duterte sei „sehr freundlich” gewesen, dabei habe er seine Bedenken wegen des harten Vorgehens im Drogenmilieu ausgedrckt. Duterte kritisierte ihn dafr heftig whrend einer Pressekonferenz am Abend in Manila zum Abschluss des Ostasiengipfels. Es sei „eine persnliche und offizielle Beleidigung” gewesen, als Trudeau ihn auf die Ttungen und die Menschenrechte angesprochen habe, sagte Duterte.

„Ich sagte (Trudeau), ich werde nichts erklren”, so der philippinische Prsident weiter. Nur den Whlern auf den Philippinen, die ihn zum Prsidenten bestimmt htten, sei er Rede und Antwort schuldig, betonte Duterte. Zugleich ermahnte er auslndische Staats- und Regierungschefs, von dem Thema abzulassen. „Ich werde nicht auf irgendwelchen anderen Mist antworten, speziell nicht gegenber Auslndern.”

Das Weie Haus und die philippinische Seite hatten ihrerseits nach zunchst widersprchlichen Angaben eine gemeinsame Erklrung zu dem Gesprch zwischen Trump und Duterte abgegeben. Darin wurde klargestellt, dass das Thema Menschenrechte doch angesprochen worden sei. „Beide Seiten haben betont, dass die Menschenrechte und die Wrde des menschlichen Lebens essenziell sind”, heit es in der Erklrung zu dem Treffen.

Nach dem Apec-Gipfel in Vietnam und dem Asean-Treffen auf den Philippinen stand fr Trump zum Abschluss seiner Asienreise noch die Teilnahme am Ostasien-Gipfel in Manila auf dem Programm. Anders als geplant nahm er nach Angaben von Reportern im Raum aber weder an der versptet begonnenen Plenarrunde noch am sogenannten Familienfoto teil. Stattdessen war US-Auenminister Rex Tillerson anwesend.

(dpa)

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